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VergleichSparkonto

Sparkonto


Kaum eine Geldanlage ist so in die Jahre gekommen, wie das Sparkonto. Auf der anderen Seite gilt, Totgesagte leben länger. Und so verhält es sich auch bei des Deutschen einstmals beliebtester Form der Geldanlage. Das Sparbuch war für alles gut.

Sparkonto

Sparer konnten damit Vermögen aufbauen, Rücklagen bilden, ihr Vermögen dort belassen und sich über die Zinsen freuen. Das Einlagesegment hat sich allerdings leicht verändert, das flexiblere Tagesgeld hat dem Sparkonto deutlich Terrain abgenommen.

Was ist ein Sparkonto?

Bei einem Sparkonto handelt es sich um ein Konto bei einer Bank, welches durch ein physisches Sparbuch oder eine sogenannte Sparcard unterlegt ist. Das Sparkonto ist nicht für den Zahlungsverkehr zugelassen. Als Ausnahme gelten allerdings Überträge für den Kauf von Wertpapieren oder auf andere Konten des Kontoinhabers. Das zum Sparkonto gehörende Sparbuch, später die Sparcard, gilt als sogenanntes Legitimationspapier. Dies bedeutet, dass die Bank Zahlungen zulasten des Sparbuchs an jeden mit befreiender Wirkung leisten darf, der das Sparbuch oder die Sparcard vorlegt. In der Praxis nehmen die Banken allerdings immer noch eine Legitimationsprüfung vor.

Im Gegensatz zu einem Tagesgeldkonto sind die Auszahlungen zulasten des Sparkontos jedoch auf 2.000 Euro innerhalb von 30 Tagen maximiert. Übersteigt der Auszahlungsbetrag 2.000 Euro, werden Strafzinsen in Rechnung gestellt. Diese betragen ein Viertel des gültigen Habenzinssatzes. Möchte der Kontoinhaber über das gesamte Guthaben ohne den Strafzins verfügen, muss er den Betrag drei Monate im Voraus kündigen.


Die Sparkonto Zinsen lagen immer am unteren Ende der Skala. Dies hat auch mit der hohen Sicherheit zu tun, welche diese Anlageform mit sich bringt. Ein Sparkonto fällt unter die Einlagensicherung. Je nach Bank beträgt diese die europäische Mindestanforderung von 100.000 Euro pro Konto oder mehr. Vor dem Hintergrund des seit Jahren anhaltenden Niedrigzinsumfeldes ist die Rendite eines Sparbuchs gegenüber dem Tagesgeld fast nicht mehr wahrnehmbar. Der Durchschnittszins betrug im Oktober 0,12 % pro Jahr, im Tagesgeld waren es mit 0,24 Prozent pro Jahr im bundesdeutschen Durchschnitt doppelt so viel.

Wenn Du ein Sparkonto eröffnen möchtest, solltest Du auf jeden Fall unseren Sparkonto Vergleich auf deinefinanzen.de nutzen, um ein Minimum an Rendite zu erhalten.

Wann eignet sich ein Sparkonto?

Das aktuelle Zinstief liefert eigentlich keinen Grund mehr, noch ein klassisches Sparkonto zu eröffnen. Tagesgelder sind in der Handhabung deutlich flexibler. Dennoch gibt es nach wie vor eine Domäne, aus der ein Sparbuch nicht zu verdrängen ist. Die Rede ist von einem Mietkautionskonto.

Das Sparbuch stellt, auch wenn Kapital gebunden ist, die kostengünstigste Variante für einen Mieter dar, um die notwendige Kaution zu stellen. Ein Mietaval kostet nicht nur Geld, sondern schränkt auch den Kreditrahmen des Avalnehmers ein, da es als Kredit gilt. Mietkautionsversicherungen sind nach wie vor recht teuer und für viele Mieter daher inakzeptabel.

Das Sparkonto auf einen Blick

  • Das Sparkonto darf nur für Sparzwecke verwendet werden, für den Zahlungsverkehr ist es nicht zugelassen.
  • Bei Auszahlungen von mehr als 2.000 Euro innerhalb von 30 Tagen berechnen die Banken einen Strafzins.
  • Eine Verfügung über das gesamte Guthaben ohne Strafzins bedarf einer dreimonatigen Kündigungsfrist.
  • Das Sparbuch selbst ist ein Inhaberpapier. Wer es vorlegt, darf über das Guthaben verfügen.
  • Die häufigste Verwendung für ein Sparbuch ist heute die Stellung einer Mietkaution.
  • Das Sparkonto fällt unter die Einlagensicherung.

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